HOMBURG

Weinfest in Homburg am Main: Wenn ein Schloss zur Vinothek wird

Blick auf Schloss Homburg zur blauen Stunde.   Foto: Günter Reinwarth

Kaum ein Weinfest findet in einem derart herrschaftlichen Umfeld statt, wie es das Weinfest in Homburg am Main bieten kann. Jährlich strömen an zwei Wochenenden Weinliebhaber aus der gesamten Region in den Triefensteiner Ortsteil links des Mains. Denn Homburg ist trotz seiner geringen Größe ein Juwel fränkischer Winzertradition und bietet mit seinem Schloss das passende Ambiente für die Verkostung guter, regionaler Tropfen.

Die Homburg, früher „Hohenburg“, war in mittelalterlichen Zeiten bereits ein bekannter Fixpunkt zwischen Würzburg und Frankfurt am Main. Hier wurde seit 1332 auf einem Wochenmarkt Handel getrieben. Das Schloss, auf dem im Juli und August geschöppelt wird, wechselte seit dieser Zeit mehrfach den Besitzer. Mal unter den Fittichen der Grafen von Wertheim geführt, später im Regiment des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter, stand das Schloss im 19. Jahrhundert zeitweise leer. Die Gemeinde nahm sich dem Gebäude an und renovierte es um 1900 grundlegend.

Romantischer Schlossblick. Rund um das Gebsattelschloss findet das Homburger Weinfest statt.   Foto: Günter Reinwarth

Hier wird die Schlossscheune zur Vinothek

Heute ist das wundervoll gelegene Kleinod ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Triefenstein. Der Innenhof des Fachwerk-Gebäudes ist der perfekte Ort, um aus der Schlossscheune des ehemaligen Adelssitzes eine erlesene Vinothek zu zaubern. Im romantischen Schlosshof werden dann in Homburg am Main und Umgebung angebaute Rebsorten wie Silvaner, Müller-Thurgau, Rieslaner, Kerner, Weißer Burgunder, Domina und verschiedene Cabernets den trinkfreudigen Besuchern serviert. Vom Gebsattelschloss bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Dächer des historischen Weindorfes.

In Homburg am Main befinden sich die beiden Weinlagen „Edelfrau“ und „Kallmuth“. Vom Schloss aus haben Besucher einen herrlichen Blick auf den „Kallmuth“, dessen Namen auf das lateinische „Calvus mons“ (deutsch für „kahler Berg“) zurückgeht.

Neben den edlen Tröpfchen gibt es natürlich auch etwas für den knurrenden Magen. Auf dem größten Schoppen-Fest im Landkreis Main-Spessart brodeln fränkische Klassiker in der Weinfestküche. Die Ortsansässigen kümmern sich hier um das Wohl der teils internationalen Gäste.

Weil Musik nicht fehlen darf, bietet das Schoppen-Fest auch beschwingte Gassenhauer und Blasmusik, die von namhaften Kapellen der Region gespielt werden. Zum Abschluss des Festes wartet ein Feuerwerk, das von den alten Burgmauern aus perfekt angeschaut werden kann.

Weinfest-Romantik im Homburger Schlosshof mit Blick auf den Kallmuth.   Foto: Günter Reinwarth

Wie komme ich am besten zum Weinfest in Homburg am Main und wo parke ich?

Per Auto lässt sich Homburg gut über die Staatsstraße 2299 oder über die A 3 erreichen. Natürlich sind die Parkplätze um das Schloss selbst sehr rar gesäht, die nächstgelegenen Parkmöglichkeiten sind allerdings nur fünf Minuten entfernt.

Unser Tipp: Parken Sie direkt am Main oder bei der alten Papiermühle und verbinden Sie Ihre Anfahrt mit einer kurzen Wanderung. Alternativ kann auch der Bus genutzt werden. Das Homburger Weinfest bietet auf seiner Website sowohl Hinweise zur Anfahrt, als auch zu den Busfahrplänen, sobald diese bekannt sind.