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Die Krone als das absolute Ziel

Greift nach der Krone: Die 23-jährige Nicole Weissenseel aus Traustadt gehört zu den sechs Kandidatinnen, die Fränkische Weinkönigin werden wollen.
© Foto: Ira Müller

Greift nach der Krone: Die 23-jährige Nicole Weissenseel aus Traustadt gehört zu den sechs Kandidatinnen, die Fränkische Weinkönigin werden wollen.
Bild/Autor: Foto: Ira Müller

Nicole Weissenseel ist eine von sechs Kandidatinnen, die sich um das Amt der Fränkischen Weinkönigin bewerben.

„Seit meiner Zeit als Weinprinzessin steht fest, dass der Frankenwein fester Bestandteil meines Lebens ist“, sagt die 23-jährige zu ihrer Motivation, sich um dieses Amt zu bewerben. Dass sie sich bei der Wahl am 11. März im repräsentativen Regentenbau von Bad Kissingen im Wettbewerb mit ihren fünf Konkurrentinnen gut schlagen wird, beweist das Gespräch mit ihr. Wie aus der Pistole geschossen, gut formuliert und strukturiert kommt Antwort auf alle Fragen. An einer Stelle will sich Vater Elmar in das Gespräch einmischen. Nicole sofort ebenso energisch wie selbstbewusst: „Wer gibt hier die Antworten, du oder ich?“

Vorsitzende des Weinbauvereins

Für die 23-Jährige wäre es, so sagt sie, der Höhepunkt in ihrem Leben, wenn sie die Krone der Fränkischen Weinkönigin erringen könnte. Sie möchte unbedingt etwas für den Frankenwein tun, für ihn werben, ihn noch besser bekannt machen. Auf örtlicher Ebene verfolgt sie dieses Ziel schon. Im November 2009 wurde sie zur ersten Vorsitzenden des 25 Mitglieder starken Weinbauvereins gewählt.

Überhaupt: Etwas tun, sich für etwas einsetzen und nicht nur über alles Mögliche „ablästern“ – das ist Lebensinhalt für Nicole. Deshalb hat sie sich auch für die vergangene Gemeinderatswahl in Donnersdorf aufstellen lassen und schaffte auf Anhieb als jüngstes Gemeinderatsmitglied den Sprung ins Rathaus. Teamgeist ist ihr wichtig, auch in Freizeit. Einen Teil davon verbringt sie als Korbballerin in der Mannschaft der DJK Traustadt. „Das Wir ist stärker als das Ich“, heißt ihr Motto.

Eigentlich wollte sie sich schon im vergangenen Jahr der Wahl zur Fränkischen Weinkönigin stellen. Doch damals hatte ihr Chef etwas dagegen, weil er sie nicht für die vielen Termine freistellen konnte. Jetzt hat der Chef sein Okay gegeben und der Weg für die Bewerbung war frei, erzählt die gelernte Kauffrau für Groß- und Einzelhandel, die bei der BayWa in Gochsheim im Energiebereich arbeitet. Die Bedingungen, die eine Kandidatin vor einer Bewerbung erfüllen muss, sind für Nicole keine hohen Hürden. Mindestens 18 Jahre alt muss eine eine Bewerberin sein, unverheiratet und in irgendeiner Verbindung zum Wein stehen. Fachwissen über den Weinbau gehört dazu, ebenso eine gute Allgemeinbildung, Ausstrahlung und Kontaktfreudigkeit.

Vorbereitung auf die Wahl

„Ich werde mir die aktuell brisanten Themen bis zur Wahl genau anschauen und mein Fachwissen zum Wein noch vertiefen“, sagt die dunkelhaarige Traustädterin zur Strategie ihrer Vorbereitung auf die Wahl. Darüber hinaus will sie auch andere Weinbaugebiete in Franken intensiv bereisen, damit sie weiß, wen sie da im Fall ihrer repräsentieren soll.

Wie nun sieht die sympathische Traustädterin ihre eigenen Chancen? Zuerst einmal glaubt die bekennende Silvaner-Anhängerin, dass die Wahl entgegen bisweilen kursierenden Gerüchten reell verläuft und sich die Jury mit Menschen aus der Politik wie Landräten oder Bürgermeistern, Journalisten und Leuten aus den verschiedensten Weinbaugruppierungen unvoreingenommen entscheidet.

Über ihre Mitbewerberinnen kann Nicole nur wenig sagen. Aus ihrer Zeit als Weinprinzessin kennt sie nur zwei persönlich: Manuela Schmitt aus Nordheim und Melanie Unsleber aus Ramsthal. Das wird sich aber bis zur Wahl ändern. Denn für die Bewerberinnen beginnt die Vorbereitungszeit Ende Januar. Da werden sie in einem gemeinsamen Gespräch ihre Mitbewerberinnen kennenlernen. Die Pressereise mit den Kandidatinnen ins Weinbaugebiet findet im Februar statt. Danach rückt der Tag der Entscheidung näher.

„Schon eine Vorstellung“

Was sie zum Wahlgang in Bad Kissingen anziehen wird, verrät Nicole noch nicht. Nur so viel: „Im Kopf habe ich da schon eine Vorstellung und einen Designer habe ich auch, aber ob sich das so machen lässt, wie ich es will, weiß ich noch nicht.“

Im Tross ihrer Anhänger wird sich übrigens auch das neue Donnersdorfer Ortsoberhaupt befinden. „Egal wer es wird, ich nehme sie oder ihn auf jeden Fall mit nach Bad Kissingen“, sagt Nicole.


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