Weinfest Homburg
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Mostlied
Herbstnebel im Mostkeller
Rothenfels (gg) Der Apfel ist vom Baum, die Mostpressen ruhen wieder für ein Jahr. Nun beginnt die Arbeit an den Fässern und Tanks im Mostkeller. Der Most hat die erste wilde Zeit schon hinter sich und im Keller fühlt man sich manchmal wie im Nebel des Herbstwaldes. Bestimmt geht es Norbert Östel, seines Zeichens Rothenfelser Apfelweinproduzent und -händler, ebenso.
© FOTO Günter GiEssler

Der Frankenmost erwärmt das Blut
als Witzes Feueresse;
da komm', wer sich an frohem Mut
mit "Mosteskiesern" messe!

Dem Grämling sei ein volles Glas
gereicht als Kur-Essenze:
wohl besser heilt des Mostes Nass
als Kräutertrunk im Lenze!

Der Lust'ge nimmt den Henkelkrug,
füllt's Glas und leert's zum Grunde,

Und trinkt nach tiefem, tiefem Zug
nochmals an Liebchens Munde.

Drum wärmt das Herz, erwärmt das Blut
an Frankens Frohsinn-Esse,
doch keiner mir des Kusses Glut
zu solchem Trunk vergesse.

So schenket denn von Neuem ein,
es kann nichts Bessres geben;
stoßt an: Es gilt dem Most am Main,
es gilt den fränk'schen Reben!

A. J. Ruckert


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